Funktionelle Zahnmedizin

Die ganzheitliche Behandlungsphilosophie geht auf Professor Rudolf Slavicek zurück, der als Wegbereiter der modernen Okklusionsmedizin gilt. Er leitete bahnbrechende Forschungen auf diesem Gebiet und gründete die Wiener Schule für Interdisziplinäre Zahnmedizin (VieSID), die heute als internationale Referenzausbildungsstätte für Zahnokklusion anerkannt ist.

Die funktionelle Zahnmedizin konzentriert sich auf das Kauorgan, dessen ordnungsgemäße Funktion und dessen weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesundheit, die von der Zahnstellung über die Körperhaltung bis hin zum psychischen Wohlbefinden reichen. Zahn- und Zahnfleischprobleme, Gesichtsasymmetrien, Kopfschmerzen und Migräne, Kiefergelenkschmerzen, Kieferknacken oder -blockaden, Nacken- und Schulterschmerzen, Mundatmung sowie mangelnde Weichteilstütze im unteren Gesichtsbereich sind allesamt Symptome, die häufig auf Fehlstellungen im Gebiss hinweisen und sorgfältig behandelt werden sollten. Die funktionelle Zahnmedizin unterscheidet sich von konventionellen Ansätzen dadurch, dass sie sich auf die umfassende Behandlung der Ursachen dieser Symptome konzentriert und den Patienten so dauerhafte Lösungen bietet, die ihre Zähne, ihr Zahnfleisch, ihre Gelenke und Muskeln erhalten.

Zahnkontakte können die Okklusion, die Kaufunktion und die Gesichtsästhetik eines Patienten  beeinflussen
Zahnkontakte können die Okklusion, die Kaufunktion und die Gesichtsästhetik eines Patienten  beeinflussen

Zahnkontakte können die Okklusion, die Kaufunktion und die Gesichtsästhetik eines Patienten beeinflussen

Ästhetik und Funktion sind eins. Zahnmedizin ohne Funktion wäre vergleichbar mit Architektur ohne Ingenieurwesen. Die Funktion dient als strukturelles Fundament, auf dem präzise Ergebnisse verankert werden, so wie eine Säule einen Boden stützt. Eine funktionell einwandfreie Lösung ist von Natur aus ästhetisch, während eine rein ästhetische Lösung den funktionellen Anforderungen nicht gerecht werden könnte. Leider können zahnärztliche Behandlungen, bei denen die Funktion nicht ausreichend berücksichtigt wird, zu Ergebnissen führen, die oberflächlich betrachtet zwar ästhetisch zufriedenstellend erscheinen, im Laufe der Zeit jedoch zu tieferen degenerativen Schäden beitragen.

Zahnkontakte können die Okklusion, die Kaufunktion und die Gesichtsästhetik eines Patienten  beeinflussen

Zähne, Weichgewebe, Knochen, Gelenke und Muskeln sind alle miteinander verbunden und bilden das Kauorgan